Michael Hurni

„Elektrochemografie“ nennt Michael Hurni seine Technik. Wie der Name sagt, sind elektrochemische Prozesse Grundlage seiner Arbeit. Die vielfältigen Eigenschaften von Metallen wie Chrom, Eisen, Gold, Kupfer, Silber, Zink oder Zinn werden mit Hilfe von elektrischen und chemischen Vorgängen als Komposition sichtbar gemacht. Die so entstandene Farbenvielfalt ist einzigartig und nie als statisches Konzept zu begreifen. Die teils reflektierende, teils matte Oberfläche erscheint dem Betrachter je nach Lichteinfall in unzähligen Variationen und Nuancen.

Der Künstler hat neben naturwissenschaftlichen Kenntnissen langjährige Erfahrung mit diesen „Verwandlungsprozessen“.  Verwandlung beinhaltet „Zeit“ und „Bewegung“, zwei wichtige Faktoren in Hurnis künstlerischer Aussage, sind sie doch zentral für alles Lebendige überhaupt. „Bewegung“ und „Zeit“ sind aber auch ausschlaggebend für das Gelingen seiner Werke. Reaktionen müssen im richtigen Moment beschleunigt, gebremst, gelöscht  oder gestoppt, Flüssigkeiten zu- und abgeführt werden u.s.w. Ein bisschen so, wie wir das alle vom Kochen kennen, bloss mit anderen Ingredienzen.

Michael Hurni wurde 1965 in Basel geboren. Er verbrachte mehrere Jahre seiner Kindheit in Australien. Studium der Humanmedizin 1984-90 in Basel, anschliessend Weiterbildung zum Facharzt für Hautkrankheiten. Heute arbeitet und lebt Michael Hurni als Hautarzt und freischaffender Künstler in der Region Basel.